05.02.2010
JUNGE UNION warnt vor finanziellem Desaster
Herausgeber: Junge Union im Kreis PlönDie JUNGE UNION im Kreis Plön hat sich auf ihrem diesjährigen Kreisverbandstag gegen die geplante Stadtregionalbahn (SRB) ausgesprochen.
Zu ihrem Kreisverbandstag hatte sich die JU im Prinzen in Plön am Samstag, den 30.01. versammelt. Hauptaugenmerk lag auf einem Antrag des JU Ortsverbandes Preetz, in dem die JU im Kreis Plön sich gegen die Stadtregionalbahn bekennen sollte. Diesem Antrag wurde nach kurzer Diskussion einstimmig zugestimmt. Insbesondere die exorbitanten Kosten der geplanten SRB haben dazu geführt, dass sich der Nachwuchs der CDU, unter anderem der Berücksichtigung zukünftiger Generationen entschlossen gegen die Realisierung des Mammut-Projektes stellt.
Hierzu formuliert der Kreisvorsitzende Malte Schildknecht: "Egal welche Vor- und Nachteile man heranzieht und darüber debattiert, über allem hängen die außerordentlichen Kosten von 350 Millionen Euro. Weder die angehörigen Kreise, die Stadt Kiel noch das Land sind in der Lage auch bei einer Kostenbeteiligung diese Kosten zu stemmen."
Er führt weiter aus: "Wir würden zukünftige Generationen enorm belasten, obwohl beispielsweise der Kreis Plön jetzt schon ein strukturelles Defizit jedes Jahr einfährt. Es wäre ein finanzielles Desaster für den Großraum Kiel und damit unverantwortlich." Der Schatzmeister des JU Ortsverbandes Preetz, Birger Eggert, geht weiter ins Detail: "Für 350 Millionen Euro könnte allein die KVG sich jedes Jahr einen komplett neuen Fuhrpark anschaffen und gleichzeitig die Löhne für ihre Angestellten angemessen erhöhen - und das für die nächsten 100 Jahre!" Da die Planer allerdings bislang noch nicht zu solchen Erkenntnissen gekommen sind, werden Gutachten über eine Realisierung der SRB in Auftrag gegeben, diese belaufen sich insgesamt auf inzwischen 600.000 Euro. "Wenn man sich anschaut über welche kleinen aber wichtigen Beträge in den Ausschüssen zur jetzigen Haushaltsdebatte Diskussionen geführt werden, ist man entsetzt. Gerade im ehrenamtlichen Bereich und für Tätigkeiten im Jugendsektor können Kleinstbeträge ausreichen, dennoch sollen sie aufgrund der klammen Haushalte gekürzt oder gestrichen werden. Das ist absurd", ergänzt Malte Schildknecht.
Ferner liegen in der Begründung des Antrages auch die Tatsachen, dass die SRB eine weitere enge Verflechtung zu Kiel vorantreiben wird und somit der ohnehin schwache Einzelhandel vor Ort weiteren Schaden nimmt. Die entstehende Konkurrenz zur VKP würde eine Bezuschussung der Plöner Verkehrsbetriebe unumgänglich machen, wodurch weitere Kosten entstünden. Ebenfalls würde die Eingemeindung der angrenzenden Umlandgemeinden zu Kiel weitergehen und der nach wie vor aktuelle und von weiten Teilen der Bevölkerung befürchtete "Großkreis Kiel" durch die Hintertür eingeführt werden.
Weiterhin resümierte die JU über das vergangene Jahr mit all ihren Veranstaltungen wie beispielsweise dem jährlichen Flohmarkt, Veranstaltungen mit der Senioren Union und natürlich dem Wahlkampf.


