Junge Union im Kreis Plön
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Samstag, 21.04.2018, 09:47 Uhr

26.04.2006

Verwaltungsregionen: So nicht, Herr Stegner!

Herausgeber: Junge Union im Kreis Plön

Die Junge Union (JU) im Kreis Plön und die Junge Union Ostholstein kritisieren die gestern von Innenminister Stegner vorgestellten Eckpunkten für die Bildung kommunaler Verwaltungsstrukturreformen scharf: „Wenn der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein meint, Verwaltungsregionen gegen den ausdrücklichen Willen der betroffenen Kreise nach staatsplanerischer Manier am Reißbrett in Kiel entwerfen zu können, wird er sich auf erheblichen Widerstand einstellen müssen!“, so die JU-Kreisvorsitzenden Jan Westensee (Ostholstein) und André Jagusch (Plön).

Nach wie vor stehe für die Junge Union nicht fest, dass die geplante „Reform“ auch wirklich die im Koalitionsvertrag geforderte Steigerung von Professionalität, Bürgernähe und Wirtschaftlichkeit mit sich bringe. Die Einführung einer weiteren Verwaltungsebene bringe per se noch keinen Gewinn – im Gegenteil. Eine weitere Verwaltungsebene erfordere natürlich weiteres Personal und weitere infrastrukturelle Betreuung, was zwangsläufig zu höheren finanziellen Belastungen der Kreise führe.

Fraglich sei daher, nach welchen Gesichtspunkten Innenminister Stegner die vier Verwaltungsregionen „zusammengewürfelt“ habe.
„Wenn es wie nach diesem Papier um Aufgaben der Katasterämter, Staatlichen Umweltämter, Ämter für ländliche Räume, Immissionsschutz- und Wasserrecht geht – konkret am Beispiel der Genehmigung einer Windkraftanlage – warum werden die Verwaltungsregionen nach an Autobahnen ausgerichteten ‚Entwicklungsachsen’ gebildet? Tatsächlich zeigt dieser Entwurf eindeutig, dass es Herrn Stegner um die Vorbereitung von Großkreisen geht“, so die beiden Kreisvorsitzenden weiter.
Die Junge Union hätte es sich gewünscht, dass der Innenminister bei seinen Vorschlägen zu den Verwaltungsregionen die Strukturen der Kreise mehr berücksichtigt. Für die JU ist es kein Geheimnis, dass der Hamburger Rand anders strukturiert ist als der ländliche Raum. Genau diese Strukturen legen jedoch fest, wie effizient Aufgaben letztlich erledigt werden können. Je ähnlicher die Strukturen, desto einfacher die Aufgabenerledigung.
„Aber Effizienz scheint nicht das eigentliche Ziel dieser Neuordnung zu sein!“

Großkreise, die eine völlig heterogene Struktur aufweisen, können nach Meinung der christdemokratischen Jugendorganisationen weder bürgernah noch kosteneffizient zu verwalten sein. „Deswegen lehnen die JU im Kreis Plön und die JU Ostholstein die Schaffung oder Vorbereitung von Großkreisen kategorisch ab“, sind sich Westensee und Jagusch einig.

Die Junge Union in den Kreisen Ostholstein und Plön spricht sich weiterhin für eine verstärkte Zusammenarbeit ihrer beiden Gebietskörperschaften aus. „Wenn schon Verwaltungsregionen, dann doch bitte sachorientiert. Ostholstein gehört strukturell zur ‚Ostseeregion’ mit Plön, Kiel und Rendsburg-Eckernförde“, so Jagusch und Westensee abschließend.

Fazit: Der Innenminister entwirft Verwaltungsregionen am Reißbrett, Kreise müssen sich es gefallen lassen. So nicht, Herr Stegner!