JU zur Ausbildungsplatzabgabe:
Mehr Bürokratie, weniger Ausbildungsbereitschaft!
Das jüngst im Bundestag verabschiedete Gesetz zur Ausbildungsplatzabgabe schafft keine neuen Ausbildungsplätze. „Alleine neue Bürokratie wird geschaffen, nicht mehr und nicht weniger“, so der Pressesprecher der Jungen Union im Kreis Plön.
Für diese Bundesregierung ist es typisch, mit Zwangsabgaben und Drohungen gegenüber der Wirtschaft zu arbeiten. Was das Ergebnis ist, sieht man bei Maut und Dosenpfand. Insbesondere mittelständische Unternehmen werden belastet, nur selten erreichen sie eine Ausbildungsquote von sieben Prozent, da dies bei vielen über dem Eigenbedarf liegt. In Anbetracht der wirtschaftlichen Gesamtsituation ist es kein Wunder, wenn die Ausbildungsbereitschaft nochmals sinkt. Stattdessen muss entbürokratisiert werden und die Lohnnebenkosten müssen gesenkt werden. Das würde die Wirtschaft genauso entlasten wie ein einfacheres Steuersystem.
Immerhin, das Gesetz lässt Ausnahmen zu: Für kleine Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten oder für besondere Härtefalle, also jene Unternehmen, die jetzt schon kurz vor der Insolvenz stehen – bei 40.000 Pleiten pro Jahr in Deutschland ist die zweifelhafte „Chance“ befreit zu werden also gar nicht so klein. Allerdings ist es eine große Ungerechtigkeit, dass auch die Unternehmen bezahlen müssen, die keine geeigneten Bewerber finden – auch ein Versäumnis der rot-grünen Bildungspolitik.
„Vielmehr müssen wir uns mit der Zukunft der beruflichen Bildung auseinandersetzen“. „Dass es Hauptschüler heutzutage schwer haben, überhaupt einen Ausbildungsplatz zu bekommen ist ein großes Problem.“ Die Frage, wie die Ausbildungsreife erhöht werden kann und was dies für allgemein- und berufsbildenden Schulen bedeutet muss geklärt werden. „Die Bundesregierung sollte besser darauf ihre Zeit verwenden – und nicht an Gesetzen arbeiten, von denen niemand etwas hat“, so der Pressesprecher abschließend.